Organe und Gremien

Neben dem Vorstand und dem Beirat leisten eine Reihe von Mitgliedern in Fachausschüssen die fachliche Grundlagenarbeit. Die Fachausschüsse Bildung, Ingenieurleistungen und Technik sind für die Bildungsangebote und die VSB-Empfehlungen verantwortlich. Der FA Risikobewertung beschäftigt sich mit Untersuchungen zur Lebensdauer und zum Werterhalt von Kanalsanierungsmaßnahmen. Der zuletzt ins Leben gerufene Fachausschuss Grundstücksentwässerung wird sich um dieses zuletzt kontrovers diskutierte Thema kümmern.

  • Vorsitzender des Vorstands:
    Dipl.-Ing. Michael Hippe
    Franz Fischer Ingenieurbüro GmbH, Erftstadt
  • Stellv. Vorsitzender des Vorstands:
    Dipl.-Ing. Roland Wacker
    Ingenieurbüro Wacker, Auenwald
  • Stellv. Vorsitzender des Vorstands:
    Dipl.-Ing. Thomas Palaske
    Ingenieurbüro Palaske, Inning a. A.
  • Stellv. Vorsitzender des Vorstands:
    Dipl.-Ing. Rainer Pagelsen
    Canal-Control-Rohrsanierung GmbH, Barsbüttel
  • Repräsentant Netzbetreiber:
    Markus Dohmann M. Eng.
    Große Kreisstadt Backnang – Tiefbauamt, Backnang
  • Repräsentant Unternehmen:
    Alexander Heil M. Eng. (Swietelsky-Faber GmbH)
Die Mitglieder des Beirats, die vom Vorstand berufen wurden sind:


Herr Dipl.-Ing. Peter Geffe wurde vom Beirat als Vorsitzender gewählt. Herr Geffe ist Leiter der Kanalabteilung beim Abwasserverband Fulda. Der Abwasserverband ist für die gesamte Abwasserentsorgung und -behandlung sowie der Klärschlammentsorgung der Stadt Fulda und der Mitgliedsgemeinden Künzell und Petersberg mit allen Ortsteilen zuständig.


Herr Artur Graf zu Eulenburg ist Chefredakteur der Zeitschrift bi UmweltBau, die auch als Mitteilungsorgan des VSB fungiert. Er beobachtet als Fachjournalist das Geschehen rund um die Kanalsanierung seit mehr als 25 Jahren und hat die Entwicklung des VSB nahezu von Beginn an begleitet.


Herr Dipl.-Ing. Jörg Junkers ist Mitarbeiter bei der "Gütegemeinschaft Herstellung und Instandhaltung von Abwasserleitungen und -kanälen e.V. - Güteschutz Kanalbau" mit Sitz in Bad Honnef. Der Verein hat den Zweck, die Umweltverträglichkeit von Abwasserleitungen und -kanälen zu verbessern und damit den Verunreinigungen von Grundwasser und Boden durch undichte Kanäle entgegenzuwirken sowie die Öffentlichkeit vor einer Gefährdung durch unsachgemäße Arbeiten an diesen zu schützen.


Herr Gunter Kaltenhäuser Seit diesem Jahr hat Gunter Kaltenhäuser den Geschäftsbereich Vertrieb und Marketing bei Brawoliner übernommen. Herr Kaltenhäuser ist bereits seit vielen Jahren im Bereich Kanalsanierung tätig, zuletzt im Vertrieb und Marketing bei RELINEEUROPE und zuvor als Vertriebsleiter bei MC Bauchemie, einem führenden Hersteller bauchemischer Produkte. Dort verantwortete er die Neustrukturierung und Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs zur Instandhaltung unterirdischer Infrastrukturen in Deutschland und Europa. Zuvor war der Diplom-Ingenieur Projekt-Manager beim Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) in Gelsenkirchen.


Herr Dipl.-Ing. Christian Schulz ist Mitarbeiter von Hamburg Wasser. Die im Konzern zusammen geschlossenen Unternehmen Hamburger Wasserwerke GmbH (HWW) und Hamburger Stadtentwässerung AöR (HSE) haben jeweils rund 160 Jahre Erfahrung im Umgang mit der Ressource Wasser. Auch die Hamburger Stadtentwässerung (HSE) blickt auf eine lange Geschichte zurück: Sie ist das älteste öffentliche Abwasser-Entsorgungsunternehmen auf dem europäischen Kontinent. 1995 hat die HSE ihre Aufgaben als eigenständiges, öffentlich-rechtliches Dienstleistungsunternehmen von der seit mehr als 150 Jahren dafür zuständigen staatlichen Verwaltung übernommen. Kernaufgabe der HSE ist die Beseitigung des anfallenden Abwassers.


Herr Dipl.-Ing. (FH) Markus Vogel ist Gründer und Inhaber des Ingenieurbüros VOGEL Ingenieure in Kappelrodeck und Gesellschafter-Geschäftsführer der VOGEL Ingenieure GmbH in Bad Krozingen. VOGEL Ingenieure hat sich seit 1999 auf die Kanalinstandhaltung spezialisiert und bearbeitet nahezu ausschließlich Instandhaltungsmaßnahmen der kommunalen und betrieblichen Infrastruktur im Bestand (Siedlungswasserwirtschaft und Verkehrsanlagen). Als Gründungsmitglied im VSB hat er die Entwicklung des Verbandes von Beginn an aktiv mitgeprägt, zwischen 2007 und 2013 als Mitglied des Vorstands. Er vertritt den VSB fachlich in den DIN-Normenauschüssen NA 119-05-37 AA (Sanierung) sowie NA 119-05-35 AA (Planung) sowie im GAEB-Arbeitskreis LB009/310 (StLB-Bau). Herr Vogel ist gleichzeitig Mitglied im DWA-FA ES-8 „Zustandserfassung und Sanierung“ und Mitglied im Beirat des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg.


Herr Alexander Jung ist Geschäftsführer und Gesellschafter des Ingenieurbüro ISAS GmbH mit ihren Sitzen in Füssen, München, Albstadt, Düsseldorf und Linz. Die ISAS GmbH ist seit ihrer Gründung im Jahre 1989 spezialisiert auf Ingenieurleistungen in derErfassung und Sanierung von bestehenden Abwassersystemen. Mit ihren 50 Mitarbeitern ist das ISAS-Team als größter und erfahrenster Nischenanbieter ein verlässlicher Partner für Staat, Kommunen und Industriebetriebe. Herr Jung ist neben seiner Tätigkeit als Beirat beim VSB als Privatdozent für die technische Hochschule in Regensburg tätig.


Herr Professor Dr.-Ing. Volker Wagner lehrt an der Hochschule Wismar im Bereich Bauingenieur-wesen das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft. Er ist Obmann beim Deutschen Institut für Normung (DIN) im Normenausschuss für Wasserwesen (NAW) des Normenausschusses NA 119-05-37 AA "Renovierung, Reparatur und Erneuerung von Abwasserkanälen und -leitungen (Deutscher Spiegelausschuss für CEN/TC 165/WG 13, CEN/TC 155/WG 17 und ISO/TC 138/WG 12) und Obmann des Sachverständigenausschusses „Abwasserleitung“ des Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in dem u.a. die Prüfkriterien als Grundlage für die bauaufsichtlichen Zulassungen von Kanalsanierungsverfahren beraten werden.


Die Aufgaben des Beirats sind nach der Satzung des Verbandes:
a) Beratung des Vorstands in allen Bereichen und
b) Erarbeitung von Vorschlägen zu Veröffentlichungen und zur Bildungsarbeit.
Da die Beratung des Vorstands voraussetzt, dass der Beirat eng mit dem Vorstand kommuniziert, wurde ein Vorstandsvertreter in den Beirat entsandt: Herr Dipl.-Ing. Michael Hippe von dem Ingenieurbüro Franz Fischer Ingenieurbüro GmbH, Erftstadt. Herr Hippe ist Vorstandsvorsitzender des Verbandes.
Der Vorstand greift die vom Beirat entwickelten Gedanken in seinen Sitzungen auf und informiert diesen über geplante aktuelle Entwicklungen. Der Beirat behandelt bei Bedarf Themen, die der Vorstand an diesen zur Beratung gegeben hat.
Fachausschuss Technische Gebäudeausstattung

Gründung des Fachausschusses „Technische Gebäudeausrüstung“

Der VSB e.V. schließt erneut eine neue Lücke

Die grabenlose Sanierung von Abwasserleitungen innerhalb von Gebäuden wie zum Beispiel Regen- und Schmutzwasser-Fallleitungen, Küchen- und Badleitungen ist in Deutschland immer mehr auf dem Vormarsch. Der Markt für die Gebäudeentwässerung wird auf über 20.000.000 km geschätzt. Geht man im öffentliche Bereich von einer geschätzten Länge von etwa 600.000 km aus und im privaten Bereich von einer geschätzten Länge von etwa 1.500.000 km, dann lässt sich die immense Größe des Marktes in der Technischen Gebäudeausrüstung in etwa erahnen!



Allerdings ist die Sanierung von Abwasserleitungen komplex und unterliegt innerhalb von Gebäuden besonderen technischen Anforderungen und strengen bautechnischen Regeln. Besonders zu beachten sind hier die kleinen Rohrdimensionen mit Bögen bis zu 90 Grad sowie häufige Dimensionsänderungen, hohe und wechselnde Temperaturen und besondere Anforderungen an den Brandschutz. Die traditionelle Sanierung von solchen Leitungen im Regelfall ausgeführt durch aufstemmen, abreißen und erneuern ist außerordentlich aufwendig und teuer. Die Sanierungsverfahren verursachen viel Staub und Lärm und mindern dadurch die Wohnqualität, so dass über Alternativen nachgedacht werden muss. Als Vorbild dienen die skandinavischen Länder: Während die Märkte für die Inhouse-Sanierung in Deutschland und Österreich kaum entwickelt sind, ist die grabenlose Sanierung von Abwasserrohren innerhalb von Gebäuden dort seit über 10 Jahren absoluter Standard.
Durch das DIBt – Deutsches Institut für Bautechnik sind bereits neun Schlauchlining- und Sprüh-Schleuder-Systeme für den Einsatz innerhalb von Gebäuden bauaufsichtlich zugelassen, die eine Sanierung ohne Stemm- und Aufbrucharbeiten ermöglichen. Zu beachten ist, dass für die Anwendung im „privaten“ Bereich eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung vorliegen muss.
Bisher fehlen in Deutschland für dieses neue Geschäftsfeld noch einheitliche Standards sowie Planungs- und Entscheidungshilfen für Auftraggeber, Ingenieurbüros und Auftragnehmer. Für den VSB, der sich seit über 20 Jahren die Schließung von Lücken als Ziel gesetzt hat, war schnell klar auch in diesem Themengebiet aktiv zu werden. Mit dem am 7. November 2018 in Kaiserslautern gegründetem Fachausschuss „Technische Gebäudeausrüstung“, soll nun genau hier angesetzt werden.


Ziele und Arbeitsschritte des neuen Fachausschusses

Ziel des neuen Fachausschusses ist es u.a. Arbeitshilfen für die Sanierung der Gebäudeentwässerung für Planer, Auftraggeber und Auftragnehmer zu erstellen. So wurden bei der Gründungssitzung folgende zwei Arbeitspakete definiert:

1. Erstellung eines Leitfadens mit Handlungsempfehlungen zur Sanierung der Gebäudeentwässerung (in Anlehnung an die VSB-Empfehlung Nr. 17 zur Grundstücksentwässerung und an einen Leitfaden aus Dänemark zur grabenlosen Sanierung der Gebäudeentwässerung).
2. Erstellung von Ausschreibungshilfen für Ingenieurbüros und Auftraggeber.

Die Arbeitsergebnisse werden nach den VSB-Grundsätzen neutral gehalten. Synergien und Abstimmungen mit den Arbeiten anderer Verbände wie insbesondere der RSV, die GSTT und das DIN bzw. CEN werden durch die Teilnehmer im Fachausschuss sichergestellt.

Fachausschuss Ingenieurleistungen
  • Unmittelbar nach der Gründung des VSB wurde neben dem Fachausschuss Bildung auch der Fachausschuss Ingenieurleistungen ins Leben gerufen, da für die qualifizierte Planung und Umsetzung von Kanalsanierungsmaßnahmen zur damaligen Zeit noch keine adäquat brauchbaren Leistungsvorgaben für die Planer und Auftraggeber vorlagen.

    Wesentliches Ziel und Aufgabe des FA Ingenieurleistungen ist seit 2002 die Erstellung und Aktualisierung von Empfehlungen als Grundlage für

    die Aufstellung von (Kanal) Sanierungsplanungen,
    die grundlegenden Aufgaben für die Erstellung und Auswertung von Ausschreibungen,
    das Aufzeigen der möglichen Inhalte einer Bedarfsplanung,
    das Aufzeigen der Vergütungsmöglichkeiten für die Ingenieurleistungen in der Kanalsanierung auf der Grundlage der jeweils aktuell geltenden HOAI,
    sowie das Aufzeigen der erforderlichen Ingenieurvertragsgrundlagen.

    Bei der Besetzung des Fachausschusses wird schon von Anfang an besonders darauf Wert gelegt, dass nicht nur die planenden Ingenieure ihr Interesse in den Empfehlungen vertreten, sondern dass auch immer Auftraggebervertreter mit am Tisch sitzen, um jeweils für beide Seiten ausgewogene und den jeweiligen Intentionen entsprechende Ergebnisse zu erzielen.

    Die wesentlichen Inhalte der ZAI 0.1 „Ingenieurleistungen bei der Kanalsanierungsplanung“ sowie der ZAI 0.2 „Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung von Sanierungsleistungen“ werden aktuell in die DWA Arbeitsblätter DWAA 1431 „Sanierung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden“, Teil 1: Planung und Überwachung von Sanierungsmaßnahmen sowie in dem darauf aufbauenden Arbeitsblatt DWAA 14321 “Sanierung von Entwässerungsanlagen außerhalb von Gebäuden Teil 21: Bauliche Sanierungsplanung“ überführt.

    Mit der ZAI 0.4 „Leistungsermittlung zur Bedarfsplanung“ wurde schon seit 2009 der hohe Stellenwert der Bedarfsplanung (DIN 18205) als übergeordnete Grundlagenarbeit für die frühzeitigen Entscheidungen, insbesondere auch für die Kanalsanierung, hervorgehoben und dementsprechend ausgearbeitet.

    Da in der HOAI bis heute die Kanalsanierung nicht explizit benannt und mit Honorierungsmerkmalen aufgeführt ist, wurden im Jahr 2011 mit der ZAI 0.3 „Honorierung von Ingenieurleistungen der Kanalsanierung“ erstmals die Ermittlungsgrundlagen für eine angemessene Vergütung von Ingenieurleistungen auf dem Hintergrund der jeweils geltenden HOAI aufgezeigt. In umfangreichen Hilfstabellen wird auf alle honorarrelevanten Leistungsbestandteile eingegangen, von der Ermittlung der sachgerechten Honorarzone bis zur angemessenen, mitzuverarbeitenden Bausubstanz. Die Anwendungsgültigkeit der Empfehlung wurde hierbei von einem anerkannten Honorarsachverständigen geprüft und wird in der Empfehlung auch dokumentiert. Es wird darauf hingewiesen, dass auch nach dem EuGHUrteil von 2019 die Ermittlung der Honorargrundlagen (Honorarzone und die verschiedenen Zuschlagermittlungen) immer noch Gültigkeit besitzen und in die vertraglichen Festlegungen übernommen werden können.

    Als derzeit letzte (veröffentlichte) Bearbeitung ist mit der Empfehlung ZAI 0.5 „Ingenieurvertrag für Ingenieurleistungen der Kanalsanierung“ auch in Bezug auf die Vertragsgestaltung und die Vertragsinhalte bei Kanalsanierungsplanungen eine grundlegende Empfehlung ausgearbeitet worden. Auch bei dieser Empfehlung wurde bei der Anwendungsgültigkeit auf die Integration von Honorar und Vertragrechtssachverständigen gesetzt.

    Auch in der Zukunft werden sich für den FA Ingenieurleistungen noch vielfältige Arbeitsbereiche mit grundlegenden Darstellungen und Empfehlungen ergeben.
  • Sprecher:
    Dipl.-Ing. Michael Schönefeld, Ingenieurbüro Schönefeld und Briesch, Koblenz

    Dipl.-Ing. Mathias Eberhardt, Stadt Lörrach

    Dipl.-Ing. Peter Geffe, Abwasserverband Fulda

    Dipl.-Ing. Thomas Hinz, Ingenieurbüro iTH, Suderburg

    Dipl.-Ing. Reimer Ivers, Ingenieurbüro Ivers GmbH, Husum

    Dipl.-Ing. Klaus Kunter, Dipl.-Ing. Klaus Kunter - IGFW mbH, Arnstadt

    Dipl.-Ing. Johannes Linsmaier, Verbandsgemeindewerke Schönenberg-Kübelberg

    Dipl.-Ing. Thomas Stiehl, Ingenieurbüro Stiehl, Hofgeismar

    Dipl.-Ing. Klaus-Jochen Sympher, Ingenieurbüro Pecher und Partner, Berlin

    Dipl.-Ing. Ralf Volz, Stadt Achern



Fachausschuss Bildung
  • Zur fachgerechten Planung von Kanalsanierungsmaßnahmen werden am Markt Fachleute für dieses Spezialgebiet benötigt.

    Der VSB bietet hierzu seit 1999 mehrere Zertifikatslehrgänge pro Jahr und seit 2006 einen Zertifikatsstudiengang pro Jahr in Weimar an. Kooperationspartner sind die TAH (Technische Akademie Hannover e.V.) und die WBA (Weiterbildungsakademie an der Bauhausuniversität e.V.). Weiter ist der VSB als Kooperationspartner der TAS (Technische Akademie Südwest e.V.) am Masterstudiengang in Kaiserslautern beteiligt.

    Aufgabe des Fachausschusses Bildung ist dabei die fachliche Koordinierung zwischen den einzelnen Themen und Referenten sowie Überprüfung der Lehrgangsunterlagen auf Richtigkeit und Aktualität. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die ständige Verbesserung und Optimierung der Fortbildungsveranstaltungen sowie inhaltliche Anpassung an den aktuellen Bedarf gelegt.

    So wurde in den letzten Jahren das Zertifikat ZKB+ eingeführt, welches den Absolventen bescheinigt, dass sie auf dem aktuellen Stand sind (Gültigkeitsdauer fünf Jahre). Durch ständige Weiterbildung oder durch den Besuch des dreitägigen Auffrischungslehrgangs (mit Abschlussprüfung) kann dieser Aktualitätsnachweis jeweils für fünf Jahre verlängert werden.

    Zwischenzeitlich wurde auch der KI-Schein (Kanal-Inspektion) in die Lehrgänge integriert. Dabei wird die Zustandskodierung und -bewertung sowohl nach DWA als auch BfR (Baufachliche Richtlinien Abwasser) gelehrt.

    Weiter ist der Fachausschuss Bildung für den Zertifikatslehrgang Grundstücksentwässerung (ZBG) verantwortlich. Dieser Lehrgang ist auf dem ZKB-Lehrgang aufgebaut und berücksichtigt die rechtlichen und technischen Besonderheiten im Grundstücksentwässerungsbereich.
  • Sprecher:
    Dipl.-Ing. Roland Wacker, Ingenieurbüro Wacker, Auenwald

    Markus Dohmann, Stadt Backnang

    Michael Maurer, Verbandsgemeindewerke Montabaur
Fachausschuss Technik
  • Der Fachausschuss Technik des VSB unterliegt dem im Vorstand hierfür zuständigen Vorstandsmitglied. In der Regel wird dieser durch einen Repräsentanten aus der praxisnahen Industrie vertreten. Die je nach Thematik zu bildenden Arbeitskreise werden entweder direkt durch das für diesen FA bestimmten Vorstandsmitglied oder wahlweise durch einen zu bestimmenden Sprecher direkt aus dem Arbeitskreis koordiniert.

    Die Themen des Fachausschusses Technik ergeben sich im Rahmen der Aktualisierung und kontinuierlichen Überarbeitung bestehender und Erstellung neuer ZTVen und den dazu korrespondierenden Musterleistungsverzeichnissen. Der FA Technik wird dabei unterstützt durch in Arbeitskreisen einberufene aktive Mitglieder und externe Fachvertreter aus den Interessengruppen der Ingenieurbüros, Planer, Industrie und kommunalen Auftraggeber.

    Die in den einzelnen Arbeitsgruppen erarbeiteten Publikationen dienen als „Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen“ (ZTV) und unterstützen die öffentlichen Auftraggeber oder Planer in ihrer täglichen Praxis. Damit werden den sachkundigen Anwendern bei einer Ausschreibung für eine entsprechende Sanierungsmaßnahme Entscheidungsgrundlagen und qualitätskonforme Textvorschläge durch die beteiligten Sanierungsexperten des Arbeitskreises zur Verfügung gestellt.

    Darüber hinaus erfolgt eine Einbindung der erstellten ZTVen und Muster-LVs in den regelmäßig stattfindenden Bildungsangeboten sowie Seminaren des VSB.

    Überarbeitetes Leistungsverzeichnis Roboterverfahren steht kurz vor Fertigstellung. Dies wurde nach dem VSB bewährten 5-Säulen-Prinzip erstellt. Berücksichtigt dabei wurden die Merkblätter der DWA -M144 Teil 3 (Hinweise Renovierung mit Schlauchliningverfahren) sowie die Struktur des Merkblattes der DWA -M143 Teil 16 "Roboterverfahren".
    In Planung befinden sich im Anschluss die Überarbeitung der LV`s Kurzliner, Manschetten sowie Injektionen.

  • Sprecherin:
    Dipl.-Ing. (FH) Ines Hamjediers,
    Güteschutz Kanalbau, Bad Honnef
    Webseite

    Dipl.-Ing. Rainer Pagelsen
    Canal-Control Rohrsanierung GmbH, Barsbüttel
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    Dipl.-Ing. Bertram Stihler
    Ingenieurgesellschaft für Umwelttechnik und Infrastruktur mbH/ ingutis/ Prokurist und Leiter Büro Leipzig
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    Dipl.-Ing. Oliver Timm,
    PT&P Planungsbüro Timm + Partner, Hasloh
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    Roman Debes,
    Kanaltechnik DF-ING GmbH
    Webseite

    Engelbert Schröder,
    DIRINGER & SCHEIDEL ROHRSANIERUNG GmbH & Co. KG
    Webseite

    Jens Stracke,
    ProKasro Mechatronik GmbH
    Webseite

Fachausschuss Risikobewertung (LEWEKA)

Neues aus dem Fachausschuss
Der Fachausschuss Risikobewertung hat Ende 2017 die ZAI 0.6 - Reparaturverfahren (Risikobewertung Kanalsanierung) veröffentlicht. Die richtige Wahl des unter technisch-wirtschaftlichen Gesichtspunkten geeigneten Reparaturverfahrens stellt ebenso wie die Wahl der zugehörigen Nutzungsdauer eine anspruchsvolle Ingenieuraufgabe dar. Für die Entscheidungsfindung kann die Identifizierung und Bewertung der mit der Verfahrensanwendung verbundenen Risiken sowie der Möglichkeiten zur Risikominderung eine Orientierung bieten. Als Hilfsmittel für die Risikobeurteilung wurden durch den VSB-Fachausschuss Risikobewertung die in den Anlagen der Publikation enthaltenen Tabellen erarbeitet. Hierzu wurden die Verfahrensschritte der einzelnen Sanierungsverfahren analysiert und die möglichen Fehlerquellen ausgewertet.
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Lebensdauer und Werterhalt von Kanalisationsarbeiten
Die Fachausschuss Risikobewertung beschäftigt sich mit Untersuchungen zur Lebensdauer und zum Werterhalt von Kanalsanierungsarbeiten. Der Anspruch besteht darin, die tatsächliche Wertschöpfung transparent und allgemeingültig zu gestalten, um Planungs - und Finanzierungsentscheidungen für öffentliche und private Auftraggeber abzusichern.

Das Fachausschuss Risikobewertung sieht sich als vielversprechendes Instrument zur Lösung der Widersprüche und Unsicherheiten bei Qualitätsdiskussionen im Bereich der Kanalsanierung. Ingenieurtechnisches Know-how als Grundlage für nachhaltige, bautechnische und wirtschaftliche Entscheidungen.

Die projektbeteiligten Partner der Fachausschuss Risikobewertungsind mit Kanalsanierungsprojekten vertraut und diskutieren die verfahrenstechnischen Einflussfaktoren auf praxisnahem Niveau.

Das Projekt Risikobewertung besteht auf einer wissenschaftlich orientierten Aufarbeitung. In Fachpartnerschaften werden Einzeltechniken diskutiert und zugeordnet.

Das Ergebnis wird die Voraussetzung für praxisnahe Kostenvergleichsrechnungen sein.

Der Fachausschusses Risikobewertung entstand auf Initiative des Kreativteams der Münchner Runde.

  • Leitfaden und Arbeitsweise des Fachausschuss Risikobewertung
    1. Begriffsbestimmung Lebensdauer / Nutzungsdauer
    2. Vergleichbare Verfahrenstechniken definieren
    3. Stoffsammlung zu Sanierungstechniken
    4. Risikoanalysen
    • Beschreibung von Verfahrensschritten, Risiken und Auswirkungen
    • Risiken bewerten hinsichtlich Wahrscheinlichkeit des Auftretens, Stärke der Auswirkungen und Möglichkeiten der Minimierung
    • Risikoabschläge gegenüber 100%-Ergebnis ermitteln
    • Gesamtabschlag vom 100%-Ergebnis ermitteln
    5. Prozessablauf einzelner, zusammenfassbarer Techniken definieren
    • Risiken für die Ausführungsqualität benennen
    6. Abgleich Theorie - Praxis
    • Diskussion mit Systemanbietern / Anwendern
    7. Risikoabschläge der Verfahrenstechniken nivellieren
    8. 100 % Ergebnis für technische Nutzungsdauer je Verfahrenstechniken eruieren
    9. Risikoabschläge mit 100% - Nutzungsdauer kombinieren
    10. Wahrscheinliche technische Nutzungsdauer unter bestimmten Bedingungen ableiten
    11. Empfehlungen für die Ausführung zur individuellen Veränderung der wahrscheinlichen technischen Nutzungsdauer

    Die projektbeteiligten Partner des Fachausschuss Risikobewertung sehen sich vorrangig dem Projektziel verpflichtet. Die ingenieurtechnische Partnerschaft versteht sich personenbezogen und unabhängig von Institutionen, Firmen oder Organisationen.

    Prof. Dr.-Ing. Bert Bosseler, IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH, Gelsenkirchen
    Achim Braeckle, Stadtentwässerung Stuttgart
    Dipl.-Ing. Irina Dörschel, Ingenieurbüro Dörschel, Inning am Ammersee
    Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert, Universität der Bundeswehr München, Institut für Wasserwesen
    Angela Hagl, Kläranlage Moosburg GmbH
    Dipl.-Ing. Michael Hippe, Franz Fischer Ingenieurbüro GmbH
    Dipl.-Ing. Thomas Palaske, Ingenieurbüro Palaske, Inning am Ammersee
    Dipl.-Geol. Thomas Rabe, Dr.-Ing. Pecher und Partner Ingenieurgesellschaft mbH
    M.Eng. Martin Schartmann, Stadtentwässerung Stuttgart
    Dipl. -Ing. (FH) Markus Vogel, VOGEL Ingenieure, Kappelrodeck
Fachausschuss BIM
  • Der VSB hat sich bereits frühzeitig des Themas Building Information Modeling und dessen Anwendung in der Kanalsanierung angenommen. Wesentliches Ziel ist dabei die Vermeidung von Unterbrechungen im Datenfluss, wie sie derzeit insbesondere an den Schnittstellen von Planung, Ausschreibung und Ausführung an der Tagesordnung sind. Gerade bei der Kanalsanierung in geschlossener Bauweise mit umfangreichen kleinteiligen Datenerfordernissen wird hier ein erhebliches Effizienzpotential gesehen.

    Mit einer entsprechenden Handlungsempfehlung werden die wesentlichen Grundlagen und der notwendige organisatorische Ablauf mit diesbezüglichen Regelungen herausgearbeitet. Darüber hinaus wird ein Vorschlag für die Datenstruktur ebenso wie ein Muster für den BIM-Ablaufplan (BAP) erarbeitet. Letzterer kann auch als Muster für die Auftraggeber-Informationsanforderung (AIA) dienen.
  • Sprecher:
    Michael Hippe, Erftstadt

    Mike Böge, Oldenburg

    Gilles End, Waltenhofen

    Guido Heidbrink, Bonn

    Hindrek Kallast, Teltow

    Jörg Martin, Braunschweig

    Carsten Thomas, Schwerte

    Daniel Wüst, Koblenz

    Ingo Zimmer, Eriskirch

    Holger Zinn, Duisburg
Fachausschuss Umgang mit Mängeln
  • Die ständige Verbesserung der Qualität von Planung und Ausführung von Sanierungsmaßnahmen ist erklärtes Ziel des VSB. Trotzdem werden sich Ausführungsmängel auch in Zukunft nicht vollständig vermeiden lassen. Der Umgang mit derartigen Mängeln ist derzeit sehr unterschiedlich und schnell von Konfrontation geprägt. Deshalb hat sich der Fachausschuss Umgang mit Mängeln im VSB das Ziel gesetzt, Grundlagen und Handreichungen für einen sachgerechten Umgang mit Mängeln zu erarbeiten.


    Schwerpunkte der Bearbeitung sind:

    - Technische und rechtliche Grundlagen
    - Feststellung eines Mangels
    - Möglichkeiten zum Umgang mit Mängeln
    - Vertragliche Regelungen

    Speziell für die einzelnen Renovierungsverfahren wird außerdem verfahrensspezifisch herausgearbeitet:

    - Mögliche Auffälligkeiten/Mängel
    - Ablaufschema zum Umgang mit Mängeln
    - Mögliche vertraglich fixierte Abschläge

  • Sprecher:
    Michael Hippe, Erftstadt

    Markus Dohmann, Backnang

    Andreas Haacker, Oststeinbek

    Alexander Heil, Leipzig

    Jörg Junkers, Bad Honnef

    Hendrik Klar, Füssen

    Silvio Marino, Riegelsberg

    Torsten Schamer, Hannover

    Dr. Jörg Sebastian, St. Wendel

    Markus Vogel, Kappelrodeck

    Roland Wacker, Auenwald

    Jörg Zinnecker, Röthenbach

  • Geschäftsleitung:
    Dr. Igor Borovsky
    Hannover
  • Büroleitung:
    Aleksandra Bonnet
    Hannover


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